Käpsele-Wissen Glasklarer Kunststoff-Spritzguss


„Wie, das ist ja gar nicht aus Glas?!“

Ein Satz, den man ganz schön oft hört. Schon verwunderlich, dass es vollständig durchsichtigen Kunststoff gibt, bzw. wie die Fachleute sagen „glasklar oder transparent“.

Transparenter Kunststoff kennt man unter verschiedenen Bezeichnungen: Plexiglas, Acrylglas oder PMMA (Kurzform für Polymethylmethacrylat. Das Wort „Plexiglas“ ist hierbei eine geschützte Bezeichnung der Firma Röhm GmbH. Sie ist aber die im Alltag gängigste Bezeichnungsvariante für transparente Kunststoff-Teile.

Was jedoch die wenigsten wissen: Nicht nur PMMA kann glasklar sein, auch andere Kunststoffe wie z.B. PC (Polycarbonat) können transparent sein und wie „Plexiglas“ aussehen, obwohl sie das eigentlich nicht sind.

Transparente Kunststoffe werden überall dort eingesetzt, wo echtes Glas zu schwer, zu teuer oder zu unsicher ist. Aufgrund seiner Eigenschaften hat es eine sehr viel höhere Bruchfestigkeit als Glas. Es ist deutlich leichter, lichtdurchlässig und UV-beständig. Es wird daher in allen Bereichen verwendet, die insbesondere diese Anforderungen haben.

Dazu gehören Luft und Raumfahrtechnik, Modellbau- und Bauwesen (Scheiben oder Aquarien), Kunst- und Handwerk (z.B. Bilderrahmen) oder in der Automobilindustrie und Medizintechnik.

Die beiden letzteren sind auch unser Spezialgebiet.

Hier konzentriert sich die Herstellung von Kunststoffteilen vor allem auf Sachen „durch die man durchsehen möchte“ 😉 Also auf Gerätschaften mit einem Display, als Schutz für Monitore und Geräte oder als Bedeckung von Lichtquellen.

Im Automobilbereich haben wir uns vorwiegend auf Teile im Bereich Lichtleiter und Linsen spezialisiert. Über verschieden Geometrien, Maserungen oder strukturierte Veränderungen des Teils, wird Licht gebrochen und gestreut. Es ist daher möglich, beispielsweise einen bestimmten Bereich des Teils auszuleuchten unter Verwendung von nur einer einzigen LED. Die Strukturen im Kunststoff Teil leiten und brechen das Licht entsprechend und optisch erscheint es, als ob das Teil mit vielen LED´s ausgeleuchtet wird. Diese Art von Technik ist durch die geringe Anzahl an Lichtquellen beispielsweise auch energiesparend.

Im Medizinbereich hingegen, konzentriert sich die Verwendung oft auf den optischen Bereich z.B. bei Hörgeräten oder Brillen.

Wir hingegen verwenden transparenten Kunststoff, in unserem Beispiel den Kunststoff Tritan (PC), für die Herstellung von Türen für ein Dialysegerät.

Die Schwierigkeit, bei der Verarbeitung von transparenten Kunststoffen liegt darin, den Kunststoff einwandfrei zu verarbeiten. Das heißt, frei von Einschlüssen, wie Staubpartikel, frei von Fließfehlern des heißen Kunststoffes, Schlieren oder anderen Einschlüssen.

Um das zu erreichen bedarf es ein hohes Know How und viel Erfahrung, sowie eine vollständig saubere Maschine und Umgebung.

Wir haben beides und sind daher Ihr perfekter Partner für die Herstellung von glasklaren-Artikeln!

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